Nr. 9; u.a. Subkulinaria - Projektauswertung, ÖkoRausch
Nr. 8; u.a. Subkulinaria; Treffen für Koordination
Nr. 7; u.a. Subkulinaria
Nr. 6; u.a. Planet Diversity
Nr. 5; u.a. Planet Diversity, RegionalGruppe NRW, Webseitenrelaunch

September 2008

Netzletter Nr. 9

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Inhaltsverzeichnis

#1# Subkulinaria: Projektauswertung
#2# ÖkoRausch: Messe für Design mit Bewusstsein – 13.-14. September, Köln
#3# Webmagazin Cultura21
#4# Bundesausschuss Friedensratschlag u.a. zum Thema Kaukasus-Krise
#5# Bonner Aufruf „Eine andere Entwicklungspolitik“

Projekt

Subkulinaria: Projektauswertung

An den zwei Wochenenden zwischen dem 8. und dem 17. August besuchten mehr als 2.100 Personen die Ausstellung Subkulinaria in Köln. Fernseh- und Radiobeiträge sowie Artikel in der Presse über die Veranstaltung können im Web unter www.subkulinaria.de/presse.htm eingesehen werden. Mehr als 30 Personen wirkten bei der Organisation von Subkulinaria in den letzten zwei Monaten mit. Im Moment arbeitet die Projektgruppe an einer Auswertung. Sie wird auch auf den Ergebnissen der Interviews mit 47 Besuchern der Ausstellung basieren. pfeil_ob.gif

Messe

ÖkoRausch: Messe für Design mit Bewusstsein – 13.-14. September, Köln

Cultura21 ist Kooperationspartner der ÖkoRausch - Messe für Design mit Bewusstsein, die am 13. und 14. September 2008 in Köln stattfinden wird. Dabei sind 54 Designer vertreten, die sich an soziale und ökologische Werte orientieren. Die Ausstellung wird in der Messehalle von „Jack in the Box e.V.“ – Vogelsanger Straße 231, Köln-Ehrenfeld stattfinden. Der Eintritt ist frei. Wir versuchen gerade einen Info-Stand zu organisieren. Eure Unterstützung ist willkommen!
Kontakt: Davide Brocchi - Mail: davide.brocchi (at) cultura21.de

Weitere Informationen:

Website der ÖkoRausch www.oekorausch.de
Dunja Karabaic - Mail: kontakt (at) bureaugruen.de – Projektmanagerin und Cultura21-Mitglied
Cultura21

Webmagazin Cultura21

Die nächste Ausgabe des Webmagazins wird mit einem neuen Redaktionssystem und Erscheinungsbild veröffentlicht. Das Thema des Dossiers… Wir werden Geschichten aus der Küche und aus dem Esszimmer veröffentlichen – und damit einen ungewöhnlichen Zugang zu gesellschaftlichen Themen bieten (z.B. soziale Ungleichheit). Wir suchen übrigens noch Autoren.

Kontakt pfeil_ob.gif

Davide Brocchi
Mail: davide.brocchi (at) cultura21.de
Politik

Bundesausschuss Friedensschlag

Kassel, 28. August - Zum diesjährigen Antikriegstag (1. September) erklärt der Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag: Am und um den 1. September herum finden wie in jedem Jahr vielfältige Veranstaltungen (Vorträge, Diskussionen, Mahnwachen, Infostände bis hin zu Demonstrationen) statt. Nach unserer Zählung sind es bundesweit über 160 Veranstaltungen in ca. 130 Orten. Den Auftakt am Antikriegstag selber machen - wieder einmal - der örtliche DGB und das Friedensforum in Kassel. Um 5.45 Uhr (morgens) wird am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus des Beginns des 2. Weltkriegs gedacht, der an diesem Tag vor genau 69 Jahren mit dem Überfall auf Polen und der zynischen Lüge Hitlers "Ab 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen" entfesselt wurde.

Inhaltlich stehen der Afghanistankrieg, die Atomwaffen und - aus aktuellem Anlass - die Krise im Kaukasus im Mittelpunkt aller Aktionen.
In fast allen Fällen - auch dies gehört zur Tradition - werden die Veranstaltungen von Gewerkschaften und lokalen Friedens-Initiativen und -Bündnissen getragen. pfeil_ob.gif

Die kriegerische Auseinandersetzung im Kaukasus ist eine dramatische Erinnerung daran, dass die Welt Gefahr läuft, die Lehren der Geschichte zu vergessen.
69 Jahre nach dem Beginn des 2. Weltkriegs, des verheerendsten Krieges in der Geschichte der Menschheit, stehen die Zeichen wieder eher auf Konfrontation denn auf Kooperation. Der gegenwärtige Konflikt in Georgien mag keine alleinige Angelegenheit Georgiens und Russlands sein.

Eine Angelegenheit der NATO ist er aber schon gar nicht. Die unverhohlenen Drohungen der NATO gegenüber Russland legen den Verdacht nahe, dass sich das westliche Militärbündnis weit über seine im Washingtoner Vertrag festgelegten Grenzen hinaus ausdehnen und den alten und neuen Gegner Russland einkreisen will. Georgien in die NATO aufzunehmen - was schon der Bukarester NATO-Gipfel fest versprochen hatte - ist strategisch nichts anderes, als wenn Russland Truppen und Raketen in Kuba stationieren würde. 18 Jahre nach dem Ende des Kalten Kriegs steht die Welt an der Schwelle zu einer Neuauflage des Kalten Kriegs.

Die Anerkennung der abtrünnigen georgischen autonomen Provinzen Südossetien und Abchasien durch die russische Regierung ist nicht mehr und nicht weniger völkerrechtswidrig, als es die Anerkennung der serbischen autonomen Provinz Kosovo durch den Westen war. Die Friedensbewegung hatte vor einem solchen Schritt, der die UN-Resolution 1244 (1999) missachtet, gewarnt und auf das in der UN-Charta festgeschriebene Prinzip der "territorialen Unversehrtheit" der Staaten (Art. 2,4) hingewiesen. Diese Warnungen hat die Bundesregierung in den Wind geschlagen. Mit welchem Recht pochen nun heute Bundeskanzlerin Merkel und ihr Außenminister Steinmeier auf eben diesen Völkerrechts-Grundsatz im Fall Georgiens? Wenn das Völkerrecht für alle gelten soll, dann muss sich jeder daran halten. Mit der Aushöhlung des Gleichheitsgrundsatzes der UN-Charta wird das geltende Völkerrecht insgesamt beschädigt. pfeil_ob.gif

Solcher Praktiken der doppelten Standards bedient sich der Westen, allen voran die USA, auch im Irak oder in Afghanistan. Beide Kriege werden nicht um der Verwirklichung von Demokratie und Menschenrechten Willen geführt, sondern um sich die Kontrolle über wichtige Energieressourcen und Transportwege (z.B. für Öl- und Gas-Pipelines) zu sichern. Wir nennen dies eine räuberische Aneignung fremden Eigentums und fremden Territoriums. Deutschland beteiligt sich mit 3.500 Soldaten, darunter einer Kampftruppe (Quick Reaktion Force) und einer sog. Eliteeinheit KSK (Kommando Spezialkräfte), am Afghanistan-Feldzug. Die "Befreiung" der Menschen von der Taliban-Diktatur, die "Durchsetzung von Menschenrechten" und die "Einführung demokratischer Institutionen" sind hehre Ziele - sie sind (wenn es der Bundesregierung wirklich darum ginge!) mit Krieg und Militär aber nie und nimmer zu erreichen. Sieben Jahre Krieg und Besatzung in Afghanistan (der 2. Weltkrieg dauerte "nur" sechs Jahre) haben dem Land weder Frieden, noch Stabilität, noch Menschenrechte oder Demokratie gebracht, sondern die Bevölkerung nur noch weiter ins Elend und in die Arme von Warlords, Taliban und Drogenbaronen getrieben.

In seinem diesjährigen Aufruf zum Antikriegstag stellt der DGB zu Recht fest: "Zusätzliche Stationierungen von Soldaten schaffen keinen dauerhaften Frieden, wie die Beispiele Afghanistan und Irak zeigen." Darüber hinaus ist der Bundesausschuss Friedensratschlag der Meinung, dass auch die bereits stationierten Besatzungssoldaten keinen Frieden in Afghanistan schaffen. Daher lautet eine der zentralen Forderungen bei den zahlreichen Veranstaltungen am und um den 1. September: "Truppen raus aus Afghanistan!" Nur so kann dem Frieden überhaupt der Hauch einer Chance gegeben werden. Die Friedensbewegung wirbt für eine entsprechende bundesweite Demonstration am 20. September in Berlin. pfeil_ob.gif

Mit einer Aktionswoche und mehreren Aktionscamps macht die Friedensbewegung schon seit dem Sonntag (24. August) in Büchel auf den Skandal aufmerksam, dass in Deutschland immer noch eine Anzahl von US-Atomwaffen lagert. Die Forderung nach Abschaffung aller Atomwaffen erhebt mittlerweile nicht nur die Bundestagsfraktion der LINKEN, sondern auch die der GRÜNEN, der SPD und der FDP. Es wird also Zeit, dass die Bundesregierung handelt und von den USA den Abzug der Atomwaffen aus Büchel sowie den endgültigen Verzicht auf die sog. atomare Teilhabe erklärt. Die Aktionen der Friedensbewegung erreichen einen Höhepunkt am Samstag, den 30. August, mit einer Umrundung des Stationierungsortes, einer Besenaktionen sowie einer Großkundgebung mit Horst-Eberhard Richter, Nina Hagen und vielen anderen Gästen.

Der Aufruf des DGB-Bundesvorstands zum Antikriegstag ist überschrieben mit der Feststellung: "Krieg ist kein Mittel der Politik". Und der DGB rechnet vor, dass "derzeit "für militärische Interventionen" mehr Geld ausgegeben wird "als für den Aufbau ziviler Infrastrukturen." Dies gilt für Afghanistan, dies gilt aber weltweit. Jeder Euro, der für Militär, Waffen und Krieg ausgegeben wird, fehlt an anderer Stelle. Abrüstung schafft nicht nur mehr Sicherheit in der Welt, sondern setzt auch Mittel frei, die für überlebenswichtige zivile Investitionen verwendet werden können. Abrüsten und nicht aufrüsten, Truppenabzug statt noch mehr Soldaten, Verhandeln statt Schießen, Entwicklungshilfe statt.
Schützenhilfe: Das ist das Gebot der Stunde - nicht nur am Antikriegstag! pfeil_ob.gif

Für den Bundesausschuss Friedensratschlag www.uni-kassel.de/fb5/frieden : Peter Strutynski (Sprecher)
Politik

Für eine andere Entwicklungspolitik

Bonner Aufruf „Eine andere Entwicklungspolitik!“

Nach einem halben Jahrhundert personeller und finanzieller Entwicklungshilfe für Afrika stellen wir fest, dass unsere Politik versagt hat. Die Ergebnisse sind weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Hauptgründe des Versagens sind zwei Annahmen: pfeil_ob.gif

Wir fordern: pfeil_ob.gif

Wenn wir in einem weiteren halben Jahrhundert nicht vor einer ähnlichen Situation wie heute stehen wollen, muss der Kurs der Entwicklungshilfe radikal geändert werden.

Zu den bisherigen Unterzeichnern gehören u.a. Michael Franzke, Volkmar Köhler (früher BMZ-PStS), Willi Erl (früher DED-GF), Gerhart Baum, vom Spiegel Th. Thielke, H.-J. Schlamp und H. Hielscher; Hans Christoph Buch.

August 2008 pfeil_ob.gif

Netzletter Nr. 8

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Inhaltsverzeichnis

#1# Subkulinaria: 1.200 Besucher am ersten Wochenende
#2# Treffen der RegionalGruppe NRW am 30.08.2008 in Düsseldorf
#3# Treffen für die Bildung einer internationalen Koordination von Cultura21 in Berlin

Projekt

Subkulinaria: 1.200 Besucher am ersten Wochenende

Mehr als 1.200 Besucher haben am vergangenen Wochenende nach der Eröffnung durch Bürgermeisterin Angela Spizig die Ausstellung „Subkulinaria“ im Inneren der Deutzer Brücke in Köln besucht. Die Installationen, Videos, Fotografien und Malerei der zwölf bildenden Künstler zu Fragen der Esskultur begeisterten nicht nur Kunstinteressierte, sondern ein breites Publikum. Damit fühlen sich die Veranstalter von „Subkulinaria“, das internationale Netzwerk Cultura21, in ihrem Vorhaben bestätigt. Kuratorin Susanne Buckesfeld (susanne.buckesfeld (at) cultura21.de): „Ernährung geht uns alle an: Nichts ist so essenziell notwendig und zugleich so kulturell geprägt wie das Essen.“ In der sonst nicht zugänglichen Deutzer Brücke kommen gerade solche Aspekte der Ernährung zur Anschauung, die gewöhnlich nicht offensichtlich sind, wie etwa Massentierhaltung, eine industrialisierte Nahrungsmittelproduktion oder die Esskultur gesellschaftlicher Randgruppen. „Mit Subkulinaria wollen wir die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung am Beispiel der Ernährung kritisch hinterfragen,“ sagt Projektkoordinator Davide Brocchi. pfeil_ob.gif

Ein vielfältiges Rahmenprogramm ergänzt die komplexe Thematik von „Subkulinaria“ und gibt Gelegenheit zur Diskussion. Ein Künstlergespräch, moderiert von Susanne Buckesfeld, findet am Freitag um 16 Uhr statt. Am Samstag kann sich das interessierte Publikum bei einem Vortag von FIAN-Deutschland eV., der internationalen Menschenrechtsorganisation für das Recht sich zu ernähren, über den Hunger in der Welt informieren. Am selben Tag um 17 Uhr bringt der Kölner Schauspieler Gregor Lawatsch mit „Friss mich, bitte bitte friss mich“ ein satirisches Theaterstück auf die Bühne.

Zur Finissage am Sonntag stellt der niederländische Aktivist Wam Kats um 17 Uhr sein Kochbuch „24 Aspekte zur kulinarischen Weltverbesserung“ aus dem orange-press-Verlag vor und lädt zum Essen ein. „Subkulinaria“ ist gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln, von der RheinEnergie Stiftung Kultur und der Familie Ernst Wendt-Stiftung. Cultura21 will durch seine interdisziplinäre Zusammenarbeit einen kulturellen Wandel in der Gesellschaft fördern, der sich an Werten wie soziale Gerechtigkeit, Frieden und Umweltschutz orientiert und eine Kultur der Nachhaltigkeit fördert. pfeil_ob.gif

Weitere Informationen: »www.subkulinaria.de. Die Eingänge zur Brücke befinden sich in der Altstadt, Nähe Buttermarkt und auf der Deutzer Seite.

Netzwerk

Treffen der RegionalGruppe NRW

Nachdem Cultura21 in dieser Region an zwei großen Projekten beteiligt war (Planet Diversity und Subkulinaria), gibt es das Bedürfnis, diese Erfahrungen zu reflektieren und auszuwerten. Beim Treffen am 30. August 2008 in Düsseldorf werden wir uns auf die Aspekte „Projektmanagement“ und „Gruppendynamik“ konzentrieren und einen Coach einladen. In getrennten Arbeitsgruppen werden sich die Teilnehmer über eigene Projekterfahrungen austauschen. Das Treffen wird von 10 bis 17 Uhr dauern.

Anmeldungen anDavide Brocchi: davide.brocchi (at) cultura21.de pfeil_ob.gif

Netzwerk

Internationales Treffen in Berlin für Bildung einer Koordination

Dear Cultura21-friends,
after the conference in Lueneburg, Cultura21 has grown also through the development of national Cultura21 networks in Italy, Germany and Mexico. Other interested people from Poland and Greece are working to establish networks in the own countries. Early June the national coordinators decided to organize a meeting for the development of an international coordination of Cultura21. Thanks to the work of some volunteers, we have organized the first international Cultura21 meeting the 26th-28th September 2008 in Berlin.

The effort to organize a phisical meeting between Cultura21 national coordinators and potential active participants is due to the will to come up with consistent and shared results: during the two days we will open a discussion to establish an international agreement and common objectives for the development of the international coordination of Cultura21.

The complete agenda please read the PDF-file.

Juni 2008

Netzletter Nr. 7 pfeil_ob.gif

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Kunstausstellung Subkulinaria in Köln

#1# Kunst für eine andere Esskultur (Pressemitteilung)
#2# Die Projektwebsite
#3# Unterstützung gesucht!
#4# Termine Cultura21

Projekt

Subkulinaria: Kunst für eine andere Esskultur

Verschiedene Ereignisse katapultierten in diesem Jahr das Thema Ernährung auf die ersten Seiten der Presse: Nahrungsmittelknappheit und steigende Preise für Lebensmittel, Hunger und Fettleibigkeit, Gentechnik und die bedrohte biologische Vielfalt. Auch Künstlerinnen und Künstler aller Sparten tragen zu dieser Debatte bei und eröffnen mit ihren Werken neue Perspektiven auf die komplexe Thematik. Die Ausstellung „Subkulinaria“ präsentiert vom 8. bis 10. und vom 15. bis 17. August 2008 im Inneren der Deutzer Brücke in Köln die Werke zwölf bildender Künstler aus sieben Ländern. In ihren Werken setzen sie sich mit Ernährung auseinander, indem sie Subkultur und Kulinarisches miteinan-der vereinen. „Subkulinaria“ ist ein Projekt des internationalen Netzwerkes Cultura21. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei [ weiter zur Pressemitteilung (PDF)]

Projektwebseite

Subkulinaria: Die Projekt-Webseite

Auf der Website von Subkulinaria www.subkulinaria.de findest Du aktuelle Informationen zum Projekt: Programm, Künstlerprofile, Lokation mit Wegbeschreibung, Presseinformationen, Hintergründe, Team sowie Unterstützer.

Unterstützung

Subkulinaria: Gesucht wird... pfeil_ob.gif

- ein Assistent für die Organisation. Arbeitsaufwand: ein bis zwei Tage pro Woche. Ab sofort und bis zum 19. August. Er/sie sollte in Köln leben.
- UnterstützerInnen für die Verteilung des Flyer im Juli
- UnterstützerInnen aus Köln und Umland für die Zeit vom 6. bis zum 19. August.
- Stühle und Tische zum Ausleihen für die Einrichtung der Ausstellungsräume.

Kontaktperson

Davide Brocchi, Projektkoordination
Mob. 0173-5104496
Email: davide.brocchi (at) cultura21.de

Termine Cultura21

· 03. Juli 2008, Köln: Treffen der Webredaktion Cultura21 [Kontakt maraikewenzel (at) web.de ]
· 25. Juli 2008, Köln: Treffen der Projektgruppe „Subkulinaria“ [Kontakt davide.brocchi (at) cultura21.de ]
· 08. August 2008, Köln: Vernissage Subkulinaria
· 09.-10.; 15.-17. August 2008, Köln: Kunstausstellung Subkulinaria
· 30. August 2008, Neuss (?): Treffen der RegionalGruppe NRW [Kontakt Ersahin.Yilmaz (at) uni-duesseldorf.de ]
· 26.-28. September 2008, Berlin: Treffen der internationalen Koordination von Cultura21

Mai 2008

Netzletter Nr. 6 pfeil_ob.gif

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Festival

6.000 Menschen demonstrieren für einen Planeten der Vielfalt

von Davide Brocchi, 13. Mai 2008. Köln
foto von der demonstrationZum Auftakt der Verhandlungen der Konvention zur Biologischen Vielfalt und ihres Cartagena Protokolls zur biologischen Sicherheit in Bonn demonstrierten 6.000 Menschen und über 80 Umwelt- und Agrarorganisationen gegen Gentechnik und Patente auf Leben und für bäuerliche Landwirtschaft und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Im Anschluss feierten 15.000 Besucher auf dem Festival der Vielfalt.

Sichtlich beeindruckt von dem bunten Demonstrationszug, der von den Rheinauen zum UN-Konferenzzentrum führte, sagte der Generalsekretär der Convention on Biological Diversity (CBD), Dr. Ahmed Djoghlaf, Benedikt Haerlin für die Veranstalter ein Gespräch zu, um über die Forderungen der Nichtregierungsorganisationen zu diskutieren. Teilnehmen werden auch Vertreter der deutschen Regierung, die nun die Präsidentschaft der CBD übernimmt.

Vandana Shiva, Umweltaktivisten aus Indien pfeil_ob.gif

Auf der Veranstaltung berichtete Vandana Shiva, Umweltaktivisten aus Indien, dass zehntausende indische Bauern Selbstmord begangen haben, nachdem sie sich durch den Kauf von teurem Saatgut für gentechnisch veränderte Baumwolle und einer nachfolgenden Missernte finanziell ruiniert hatten. Sie stellte klar, dass die industrielle Landwirtschaft keine Lösung für die Bauern in Indien ist und forderte die CBD auf, sich aktiv für den Erhalt der Biodiversität und traditioneller Landwirtschaftsformen einzusetzen.

Ulrich Kelber, SPD

Ulrich Kelber von der SPD unterstrich, dass es sowohl eine ambitionierte Strategie der Bundesregierung zum Schutz der Biodiversität als auch ein strenges Gentechnikgesetz gibt. Diese müssen nun vor der Aufweichung durch einschlägige Lobbygruppen geschützt werden. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und grüner Abgeordneter im Europaparlament, freute sich, dass die bäuerliche Landwirtschaft auch Dank des Berichts des Weltagrarrats IAASTD endlich eine Renaissance erlebt. Dies gibt den benötigten Rückenwind für die anstehenden politischen Auseinandersetzungen.

Rudolf Buntzel, Evangelischen Entwicklungsdienst EED pfeil_ob.gif

Rudolf Buntzel vom Evangelischen Entwicklungsdienst EED forderte die Teilnehmer der MOP 4 auf, strenge Haftungsregeln bei der Verschmutzungen durch gentechnisch veränderte Organismen zu verabschieden. Dies sei gerade auch für die Entwicklungsländer von immenser Bedeutung, da sie sonst keine Möglichkeiten hätten, sich vor dem Eintrag von GVOs in ihre indigene Landwirtschaft zu schützen. Die Konzerne, die mit Gentechnik Geld verdienen wollen, müssen auch die Verantwortung für ihr Handeln tragen.

Hubert Weiger, Bundesvorsitzender des BUND

Hubert Weiger, Bundesvorsitzender des BUND, unterstrich, dass alle Umweltorganisationen in Deutschland Demonstration und Festival aber auch den Kongress Planet Diversity als machtvolles Signal für den Erhalt der Biodiversität unterstützen. Für die gentechnikfreien Regionen forderte er sowohl EU-weit als auch national eine rechtliche Absicherung. Die grüne Gentechnik bezeichnete er als einen der größten Anschläge auf die Vielfalt des Lebens und damit auf unsere Zukunft und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass Deutschland im nächsten Jahr wieder gentechnikfrei sei.

Farida Akther von UBINIG aus Bangladesh

Farida Akther von UBINIG aus Bangladesh unterstrich, dass ihr Land reich an Biodiversität ist und keine gentechnisch veränderten Organismen braucht. Sie stellte klar, dass die Bevölkerung selbst auf ihr Essen Acht geben kann, wenn die Großkonzerne sie lassen würden. Landwirte brauchen die Kontrolle über ihr Saatgut, um sich ausreichend versorgen zu können.

Christine von Weizsäcker

Christine von Weizsäcker, die Verhandlungsleiterin der NGOs beim Cartagena-Protokoll ist, stellt klar, dass die Verhandlungen über in internationales Haftungsregime kurz vor dem Durchbruch stehen und die nächsten Tage darum sehr spannend werden. Das freiwillige Selbstverpflichtungspaket, dass sechs Gentec-Konzerne (u.a. Monsanto und Bayer) vorgelegt haben, bezeichnete sie hingegen als absoluten Papiertiger.

Percy Schmeiser, Kanada

Der kanadische Bauer Percy Schmeiser berichtete, dass er nach Jahren der Klagen im März diesen Jahres einen Erfolg gegen Monsanto errungen hat, als diese die in einer außergerichtlichen Einigung ihre Verantwortung für die gentechnischen Kontaminationen auf Schmeiser´s Feldern einräumten. Damit machte er allen Landwirten auf der Welt Mut, gegen Monsanto gerichtlich vorzugehen.

Presseschau

Tagesschau: »www.tagesschau.de. Video
Tagesthemen: »www.tagesthemen.de. Video
WDR5: www.wdr.de. Artikel

Mai 2008

Netzletter Nr. 5 pfeil_ob.gif

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Planet Diversity

#1# In Bonn der Weltgipfel der Vielfalt
#2# Cultura21 bei Planet Diversity
#3# Planet Diversity unterstützen!

Netzwerk

#4# Regionaltreffen NRW, 26. April 2008, Bonn: Ergebnisse und Dokumentation. Im PDF und auf der »Seite der Gruppe nach zu lesen.
#5# Relaunch der Netzwerk-Website. Im PDF und als »News im News-Archiv nach zu lesen

Festival

In Bonn der Weltgipfel der Vielfalt

von Davide Brocchi, Köln

Mit Planet Diversity wird Bonn am 12. Mai zur internationalen Bühne der biologischen und kulturellen Vielfalt.

“Regional – Fair – Gentechnikfrei”. Unter diesem Motto veranstaltet ein internationales Bündnis von 80 Nichtregierungsorganisationen am Pfingstmontag eine Demonstration und ein Festival in Bonn. Mit “Planet Diversity” wollen Greenpeace, BUND und der internationale Ökolandbau-Dachverband IFOAM (u.a.) ein starkes Zeichen für den weltweiten Schutz der Biodiversität und für die Förderung der kulturellen Vielfalt setzen. Das bunte Programm, das in den Rheinauen stattfindet, geht von 10 Uhr bis in den späten Abend, und ist für alle BürgerInnen offen.

Zahlreiche Persönlichkeiten wie die indische Umweltschützerin und Bürgrechtlerin Vandana Shiva und der französische Bauernführer José Bové haben ihre Teilnahme an der Demonstration zugesagt. Mit ihnen werden Verbraucher, Landwirte, Wissenschaftler und Künstler aus der ganzen Welt zum Maritim Hotel marschieren. Dort beginnen am selben Tag die Verhandlungen über die Konvention zur Biologischen Vielfalt und über das Cartagena Protokoll zur Biologischen Sicherheit (9. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt) im Rahmen der UNO. Die Demonstranten wollen Druck auf die Vertreter aus 190 Staaten ausüben und dabei mehr Selbstbestimmung der Verbraucher sowie eine radikale Wende in der Landwirtschaftspolitik fordern.pfeil_ob.gif

Das “Festival der Vielfalt” wird um 14 Uhr mit der Begrüßung des Bonner Bürgermeisters Ulrich Hauschild und des bolivianischen Botschafters Walter Prudencio Magne Veliz eröffnet. Was die Veranstalter mit Vielfalt meinen, wird spätestens beim Bühnenprogramm greifbar. Nach den japanischen Trommlern von Tentekko aus Düsseldorf kommen die “Lieder für eine Genfreie Welt” der “neuen Barden” aus Überlingen-Lippertsreute am Bodensee. Weiter geht es mit Andinen Maskentänzen, dem Chor “Haste Töne”, der Musik von DJ Papa Joe, den Percussions von Mama Africa, dem Kölner Kabarettisten Gregor Lawatsch, und so weiter bis circa 22 Uhr.

Auf den Wiesen vor der Bühne können die Besucher die fünf Kontinente aus einer anderen Perspektive erleben. In fünf Pavillons präsentieren sie sich durch ihr Saatgut und ihre Pflanzen, aber auch durch die Landwirte, Initiativen und Organisationen, die gegen eine weitere Zerstörung der Vielfalt kämpfen. Weitere Pavillons widmet Planet Diversity den Themen “Frauen und Vielfalt”, “Gentechnikfreie Regionen” und… der Kartoffel. Die UNO rief das Jahr 2008 zum internationalen Jahr der Kartoffel auf. Die umfangreiche Erdapfel-Ausstellung am Rhein zeigt, dass die UNO mit ihrer Entscheidung richtig lag.

Dokumente

Programm der Demonstration, 12. Mai 2008, ab 10 Uhr, auf der Kleinen Blumenwiese in den Bonner Rheinauen »Programm (PDF)
Programm des Festivals, 12. Mai 2008, 14-22 Uhr, Rheinauen, Bonn »Programm (PDF)
»Das Manifest in Esperanto

Weitere Informationen

www.planet-diversity.org
»www.planet-diversity.org
Festival

pfeil_ob.gif Cultura21 bei Planet Diversity

Im Jahr 2007 diskutierten 20 Mitglieder von Cultura21 monatelang über das Verhältnis zwischen Natur und Kultur, Land und Stadt sowie Bauch und Geist. Sie wollten eine Kommunikation zwischen diesen Dimensionen fördern – und wählten deshalb für ihr Projekt das Thema Ernährung. Im Rahmen von “Subkulinaria” hatten sie u.a. eine bunte Demonstration konzipiert, an der sich Landwirte, Verbraucher, Künstler, Wissenschaftler und sogar auch Schafe hätten beteiligen sollen. Der Umzug vom Land ins Kölner Zentrum hätte die unbewusste ökologische Nabelschnur symbolisieren sollen, die “das Überleben der industrialisierten Gesellschaft immer noch garantiert” (Thilo Bode, Foodwatch -Geschäftsführer). Die Demo sollte in ein Open-Air-Fest am Aachener Weiher münden.

Solche tollen Ideen gab es bei Subkulinaria! Die leider an der Frage der Mittel gescheitert sind: Darüber haben wir bereits in den letzten Ausgaben berichtet.

Von einer Mitarbeiterin der Böll-Stiftung erfuhren wir im Januar, dass diese Ideen (trotzdem) realisiert werden – und zwar ganz in der Nähe von Köln. In der Tat war es erstaunlich zu erfahren, wie ähnlich die Ziele und die Ideen hinter Planet Diversity sind. Der Kölner Kabarettist Gregor Lawatsch saß bei der Pressekonferenz von Planet Diversity am 5. Mai in Bonn mit an dem Tisch und sagte, dass die Kultur und die Kunst einen inhaltlichen Bestandteil der Veranstaltung sind – und nicht nur ein Rahmenprogramm für die Unterhaltung der Gäste. Hinter Planet Diversity steht ein ungewöhnliches Bündnis von Landwirten, Verbrauchern, Künstlern und Wissenschaftlern.

Die internationale Veranstaltung macht sich stark für die Vielfalt aus den kleinen Regionen. “Ihr werdet euch fragen, warum man auf der Bühne keine bekannten Bands wie die Toten Hosen findet”, sagte Reiner Brauner, Sprecher von Planet Diversity, vor den Journalisten:

“Das ist eine bewusste Entscheidung: Wir wollen die lokale Qualität auf die Bühne bringen. Musikgruppen und Tänzer aus den Dörfern!”

Für einige von uns genug Gründe, um Planet Diversity aktiv zu unterstützen. Zwei Mitglieder von Cultura21 unterstützen bereits das Orga-Team von Planet Diversity:
Amra Bobar (Studentin, Cultura21-Hochschulgruppe Köln) wird am 12. Mai die Redner auf der Festivalbühne betreuen.
Davide Brocchi ist seit dem 28. April Pressereferent für die Demonstration und das Festival
Weitere sind willkommen!pfeil_ob.gif

Kontakt

Foodwatch »www.foodwatch.de
Amra Bobar: specialagentbob (at) hotmail.de
Davide Brocchi: d.brocchi (at) planet-diversity.org
Festival

Planet Diversity unterstützen

Es gibt folgende Möglichkeiten, Planet Diversity zu unterstützen:
Freunde und Bekannte auf die Veranstaltung und ihre Ziele hinweisen.
An der Demonstration am 12. Mai teilnehmen. Die politischen Ziele werden sind unten als PDF abrufbar.
Die Vorbereitung und die Organisation des Festivals unterstützen. Es wird noch ein Koordinator für das “Zirkuszelt” gesucht, in dem ein Teil des Kulturprogramms stattfinden wird.
Einfach die Vielfalt beim Festival mitfeiern

Dokument

"Gegen den Welthunger" »Politische Ziele (PDF)

Anmeldung

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